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Erotic Magazines Part I

»We still feature sexy images, but it's more art than eroticism now.« Ein aufblitzendes Zitat aus einem Video, in dem Frauenhände mit rot lackierten Fingernägeln die Seiten eines Magazins durchblättern. Mike Koedinger, CEO von Maison Moderne, unterscheidet: Zwischen »old porn«, der sich heute überwiegend im digitalen Raum finden lässt, und zwischen Erotik, die gedruckt wird. Damit wird Erotik zum Ereignis und haptischen Erlebnis zum Anfassen, zum Besitzen, zum Nicht-Verstecken.

Pekka Toivonen – What the FAT

»Hello Munich!« brüllt Pekka Toivonen seinem sprachlosen Publikum zu. Es ist perplex, verstummt nach einem Video, das mit allen Versatzstücken aus Porno- und Sex-Industrie spielt. Zwischen Latex-Fetisch, flottem Dreier, übergroßem Plastikpenis und Salatgurken kreiert Toivonen eine absurde Welt aus jungen Menschen, die mit gelangweilter Miene Sexualität mimen. Eine traurige Welt aus Klischees und Pornogesten, die jeglicher Erotik verlustig geht – und sich zugleich gnadenlos lustig macht. Das ist Kunst, das muss man schon mögen.

Lena-F. Naerger, Mirjam Sieger und Linda Moers – EINS EINS EINS

»Perfekt, bei der #qved dem Düsseldorfer Karneval fast völlig zu entgehen!« Lachen im Publikum, als Mirjam Sieger in die Vorstellung der Plattform »EINS EINS EINS« startet. Eine Plattform, die Verknüpfungen herstellen, Übersicht schaffen und Zusammenhänge zwischen Magazinen und ihren Machern aufzeigen möchte. Nicht zwingend mit dem Ziel, aktuell zu sein – Auswahl und Chronologie der ausgewählten Projekte folgt dabei meistens den individuellen und variablen Interessenschwerpunkten der Macherinnen von »EINS EINS EINS«.

Vom Wunderkind zum Großmeister des Designs: Mike Meiré

»Die wirklich interessanten Ansätze kommen genau dann, wenn der Einzelne bereit ist, seinen evolutionären Plan anzunehmen.« Seine Einstiegsthese kommentiert Mike Meiré im gleichen Atemzug so staubtrocken wie prägnant: »Ich weiß, das klingt jetzt erstmal Kacke ...«. Dabei ist seine Erklärung eigentlich recht simpel, denn am wichtigsten sind dem Designer, einst als Wunderkind des Designs gehypt und heute internationale Branchengröße, vor allem eher unmoderne Werte: Haltung. Subjektivität. Persönlichkeit. »Die Dinge polarisieren, weil sie so subjektiv sind. Das müssen sie.

Session I – Illustration und Einführung

»Illustratoren in einer Schuhschachtel mit draufkopierten Handynummern«, so beschreibt Raban Ruddigkeit die unkonventionellen Anfänge von »Freistil«, einer Website, die rund 1000 Illustratoren vorstellt – mittlerweile alphabetisch sortiert, ergänzt um Geschichten und persönliche Profile der vertretenen Illustratoren, von denen Ruddigkeit fünf zu einem Gespräch versammelt hat:

»That new design smell«

Netzkultur, Soziale Netzwerke und ihre veränderten Rahmenbedingungen haben nicht nur die Kommunikation, sondern auch die Welt der Magazine und des Editorial Designs in den letzten Jahren in rasanter Geschwindigkeit verändert. Design und Konzeption sind geprägt von diesem Tempo; Schwerpunkt der gestalterischen Arbeit von Michèle Champagne, Designerin und Autorin aus Kanada, ist die Eigendynamik verschiedener Open Source Projekte.

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